Projekte


Von der schwarzen Vergangenheit zu einer grünen Zukunft

Projekt

Von der schwarzen Vergangenheit zu einer grünen Zukunft

Auftraggeber

Heerlen

Land

Der Niederlande

Die Spätfolgen des Bergbaus

„Die letzte Zeche in Heerlen, Oranje Nassau 1, wurde 1974 geschlossen. Bis 1994 wurde aber noch Grubenwasser abgepumpt, um zu verhindern, dass benachbarte Bergwerke in Deutschland geflutet wurden. Die Stollen waren nämlich miteinander verbunden, um als Fluchtweg dienen zu können. Jährlich wurden Millionen von Kubikmetern Grubenwasser abgepumpt. In dieser Zeit wurde der Grundwasserstand auch bereits überwacht; bis 1994 blieben die Wasserpegel auf demselben Stand, aber nach 1994, als auch die deutschen Bergwerke geschlossen und die Pumpen abgeschaltet wurden, stieg er dann an.“

„Unser Boden wird immer wichtiger, und eine Überwachung ist unerlässlich“
Jean Weijers – Experte für Untergrund und Bergbau

„Wir reden hier also von Grubenwasser. Das ist ebenfalls Grundwasser, aber wir nennen es Grubenwasser, weil es eine andere Zusammensetzung hat. Es stammt aus dem Karbongestein und hat einen höheren Salzgehalt als normales Grundwasser; außerdem enthält es einen geringen Anteil an Schwermetallen. Darum darf es auch nicht in Oberflächengewässer eingeleitet werden. In diesem Sinne könnte man es als verunreinigtes Wasser bezeichnen, aber die Zusammensetzung kam auf natürlichem Wege zustande.“

„Das Grubenwasser stieg hier in Heerlen vom tiefsten Punkt, 700 m unter der Erde, bis zum heutigen Stand an. Anfangs ging das schnell, aber je höher es steigt, umso mehr verlangsamt sich der Vorgang. Momentan steigt das Grubenwasser im Schnitt knapp einen Zentimeter pro Tag an. Das steigende Grubenwasser wirkt sich auch auf den Grundwasserstand aus. Das salzhaltige Grubenwasser drückt das süße Grundwasser zum Teil nach oben. Das Grubenwasser befindet sich im Karbongestein; darüber liegt eine etwa 100 m dicke Deckschicht, die aus verschiedenen losen Materialien wie Ton, Sand, Kies und Kalkstein besteht. Darin befindet sich auch das Grundwasser. Das steigende Grubenwasser wirkt sich vor allem auf den Stand des Grundwassers aus, weniger auf dessen Qualität.“

„Infolge des Klimawandels ändern sich die Niederschlagsmuster.
Wir wollen wissen, welche Folgen das für das Grundwasser hat.“

Überwachung ist notwendig

„Beim geschlossenen Bergbau wie hier in Heerlen wurden grob gesagt zwei Arten von Material an die Oberfläche gefördert. Erstens Steinkohle, die sofort abtransportiert und genutzt wurde, und zweitens Abraum, das Material, das beim Graben der Gänge und Schächte anfällt. Es besteht aus Karbongestein, Schiefer und Sandstein, die ebenfalls erhöhte Konzentrationen von Metallen wie Nickel enthalten. Dieses Material wurde auf den Abraumhalden gelagert. Früher sah man bei Ankunft in Heerlen überall solche Halden. Heute sind sie kaum mehr erkennbar, weil sie nach 1974 ganz oder zumindest teilweise abgegraben wurden.“

„Die Abraumhalde der Grube Oranje Nassau 1 wurde größtenteils abgegraben; auf den Überresten wurden ein Wohnviertel und ein Park errichtet. Darunter befindet sich aber noch immer das Karbonmaterial. In den 70er- und 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts verursachte das große Unruhe. Man wollte wissen, was damit geschehen würde und welchen Einfluss es auf die Gesundheit hätte. Um das feststellen zu können, muss man aber erst einmal wissen, wo sich welches Material genau befindet und wohin es sich bewegt. Diese Bewegung hängt wiederum vom Grundwasser ab. Aus diesem Grund und auch im Zusammenhang mit anderen Arten von Verunreinigungen war man sich damals schon der Bedeutung des Grundwassermonitorings bewusst, und so wurde ein Netz von Messstellen eingerichtet, mit dem sowohl der Stand als auch die Qualität des Grundwassers überwacht werden konnte.“

„Veränderungen des steigenden Grubenwassers und des Grundwassers müssen wir sorgfältig beobachten. Diese wirken sich nämlich auch wieder auf den Abfluss des Wassers in die Flüsse aus. Außerdem will die Gemeinde eventuelle Verunreinigungen beobachten können. Aber auch der Klimawandel gibt Anlass für ein Monitoring. Dadurch ändern sich nämlich die Niederschlagsmuster. Wir erwarten in der Zukunft intensivere Regenfälle. Und wir wollen wissen, welche Folgen das für das Grundwasser hat. Auch die Kanalisation spielt eine Rolle. Für die Instandhaltung der Kanalisation muss man wissen, mit welchen Dimensionen zu rechnen ist und wo sich das Grundwasser befindet, damit man vorab feststellen kann, ob abgepumpt werden muss oder nicht. Und ein vierter, gerade für Heerlen wichtiger Grund hängt mit der Energieversorgung zusammen. Das Grubenwasser wird nämlich seit 2009 zur Beheizung und Kühlung von Wohn- und Bürogebäuden genutzt. Außerdem sind wir als Gemeinde natürlich für das Grundwasser verantwortlich.“

Warum Eijkelkamp Soil & Water?

Vor einigen Jahren wurde das Grundwassermessnetz einer kritischen Prüfung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass ein großer Teil der Wasserstandslogger nicht mehr funktionierte. Wir haben damals beschlossen, das Messnetz neu aufzubauen. Es wurde eine Angebotsaufforderung veröffentlicht, und von allen teilnehmenden Unternehmen legte Eijkelkamp Soil & Water dann das sowohl wirtschaftlich günstigste als auch qualitativ beste Angebot vor. Ursprünglich war geplant, nur die defekten Wasserstandslogger auszutauschen. Das angebotene Loggermodell, der Diver, erwies sich aber als preisgünstiger als erwartet, und darum haben wir uns entschieden, alle Messstellen damit auszurüsten.“

„Wir haben auch einen Wartungsvertrag für fünf Jahre mit Eijkelkamp Soil & Water abgeschlossen. Wir wollten nämlich die Instandhaltung auslagern. Dieser Passus in den Ausschreibungsunterlagen war für manche Lieferanten ein Problem. Sie konnten diese Leistung nämlich nicht selbst anbieten. Eijkelkamp Soil & Water dagegen konnte uns ein Komplettpaket anbieten: das richtige Material, die

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