Die Aggregatsstabilität eines Bodens ist der Widerstand der Bodenstruktur gegenüber zerstörerischen mechanischen oder physisch-chemischen Einflüssen. Die Bodenstruktur ist einer der wichtigsten Faktoren, die das Wachstum der Pflanzen beeinflussen. Die Bodenstruktur wird von der Kombination oder der Anordnung von primären Bodenbestandteilen in Verbindungselementen bestimmt, die von anliegenden Strukturelementen durch schwache Oberflächen abgetrennt sind. Die Bodenstruktur und der Typ der Lehmmineralien, Gehalt und Typ von organischem Material, Zementierungsmittel und Bepflanzungsgeschichte beeinflussen die Aggregatsstabilität. Zu den mechanischen destruktiven Einflüssen zählen Bodenbearbeitung, Einfluss schwerer Maschinen, Huftritt von Tieren und Regentropfen. Physisch-chemische Kräfte sind z. B. Zerfallen, Schwellen und Schrumpfen, Dispersion und Flockung. Zerfallen ist der Prozess des Zusammenbrechens des Bodens durch den Einfluss der Befeuchtung von Bodenaggregaten wegen des Anschwellens von Lehmmineralien, Auflösen von Zementierungsmitteln, Luftexplosion oder Reduktion der Porenwasserabsaugung. Zerfallen kann dazu führen, dass sich an der Oberfläche eine Kruste bildet, die das Eindringen von Wasser verringert und den Sedimentverlust erhöht, indem der abwärts gerichtete Transport durch abfließendes Oberflächenwasser verringert wird.

Das Standardset enthält eine Schüttelmaschine für die Nasse-Sieb-Methode (einschließlich 100–240 V Wechselstromadapter), geeignet für 8 Siebe, Edelstahl Ø 64x45 mm, Siebdosen Ø 39x39 mm mit Sieböffnung 0,250 mm und einer Sieboberfläche von 10,2 cm2. Optional erhältlich sind Siebe mit verschiedenen Öffnungen 2,0–0,045 mm. Die Bestimmung der feuchten Aggregatsstabilität basiert auf dem Prinzip, dass sich instabile Aggregate leichter zersetzen als stabile, wenn sie in Wasser getaucht werden. Um die Stabilität zu ermitteln, werden 8 Siebe mit einer bestimmten Menge an Bodenaggregaten gefüllt. Diese Siebe werden in einer mit Wasser gefüllten Büchse platziert, die eine festgesetzte Zeit lang auf und ab bewegt wird. Instabile Aggregate zerfallen, passieren das Sieb und werden in der darunterliegenden wassergefüllten Büchse aufgefangen. Das Testverfahren ergibt einen Index für die Aggregatsstabilität.

Vorteile Nasse-Sieb-Methode

  • Leichte Bedienung mit dem zentralen Knopf des Siebhalters.
  • Die Büchsen können über die speziellen Öffnungen im Siebhalter leicht mit Wasser (nach)gefüllt werden.
  • Der Siebhalter kann eingesetzt und in der Auslaufposition verriegelt werden, während sich die Siebe noch gerade oberhalb der Büchsen befinden,
  • wodurch das Verschütten von Aggregaten verhindert wird.
  • Der Siebhalter kann in die untere Position gebracht werden, unabhängig von der Position des Oszilliationsmechanismus. Dadurch ist es einfacher,
  • den Wasserstand in den Büchsen zu kontrollieren.
  • Eingebauter Oszillationsmechanismus und Elektromotor.
  • Elektrischer 12/24-V-Gleichstrommotor mit externem Adapter zur sicheren Verwendung im feuchten Umfeld.
  • Weltweit einsetzbarer Universaladapter (Eingang 90 bis 264 V AC), einschließlich austauschbaren Netzsteckern für internationalen Einsatz.

Verwendung

Der Feuchtsiebapparat kann in den Bereichen Landwirtschaft und Landerhaltung eingesetzt werden (Untersuchung auf Bodenerosion, Landverschlechterung/- erhaltung, Versalzung, Landwirtschaft, nachhaltige Landwirtschaft). Die Bestimmung der Aggregatsstabilität liefert Informationen zur Empfindlichkeit von Böden gegenüber Wasser- und Winderosion, die evtl. verhindert werden kann, etwa indem man die Bodenoberfläche mulcht.

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